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                                              Der Schüler Israfel

 

Vor 100 Tausend Jahren, Ethrog hat sich von der großen Katastrophe erholt und wir fingen an das alte Wissen zu nutzen. Es hat viele Jahre gedauert bis wir wieder dort angekommen sind wo wir einst waren.

Wir mussten noch einmal von vorn anfangen, alles regeln und organisieren. Unsere verloren gegangene Zivilisation neu zu errichten. Eine unschätzbare Hilfe für uns, dass wir das Wissen der Alten und aus Zeiten vor der Katastrophe gut gehütet und gesichert hatten.

Also war es für uns mehr ein wieder Aufbau als ein Anfang im Unwissen.

Zu dieser Zeit, als wir wieder anfingen den Raum zu beherrschen, ereignete sich etwas was unsere Zivilisation für immer verändern sollte.

Wir hatten ein fruchtbares Jahr und alles hat sich so ereignet wie wir es wollten und hofften.

Eines Nachts, im Westen, erschien ein neuer Stern. Es war ein sehr heller pulsierender. Er war immer im Blickfeld und stand fest an einer Stelle zu Ethrog.

Dieser Stern war ein Objekt welches von intelligenten Wesen gelenkt wurde. Er stand über viele Jahre unbeweglich im Himmel und jeder Versuch sich diesen zu nähern wurde abgewehrt. Nicht durch Waffen, sondern mehr als ob jemand eine unsichtbare Wand davor stellte. So blieb dieses Objekt für lange Zeit ein Geheimnis für uns. Einige meldeten Zweifel an, ob es uns wohl schaden könnte und es kamen auch Stimmen hoch welche nach Verteidigung riefen.

Aber unsere Alten konnten alle Zweifel ausräumen und baten um Besonnenheit.

Nach vielen Jahren, dieses Objekt war schon beinahe zu uns dazu gehörige und normal so das die Kinder damit aufwuchsen, ereignete sich folgendes.

Eines Abends, zu Beginn der Dämmerung, konnte beobachtet werden, wie sich vom Großen Objekt ein kleineres leuchtendes auf Ethrog zu bewegte.

Es näherte sich mit großer Geschwindigkeit und nach Eintritt in unsere Atmosphäre schien es zu uns herunter zu schweben. Es stand als großer, leuchtender Ball vor uns. Sehr viele von uns versammelten sich in sicherer Entfernung bei der Kugel.

Mehr als 5 Tage stand es da ohne dass sich etwas änderte. Viele unserer Ältesten haben sich dort auch versammelt und rätselten über den Sinn.

Dann geschah es. Einer der Jüngeren, ein Junge an die 17 Jahre alt mit Namen Israfel, konnte es nicht mehr aushalten und rannte auf die Kugel zu. Wenige Meter davor verhielt er und bewegte sich langsam und Vorsichtig darauf zu.

Einige versuchten Israfel zurück zu halten, aber vergebens, da war wohl die Jugendliche Neugierde größer als die Angst vor der Gefahr.

Israfel stand nun an die 20 Meter entfernt von der Gugel, mehr als 50 Meter näher dran als die anderen der unseren. Als die Kugel anfing zu pulsieren und das Licht heller wurde. Es lag ein Knistern in der Luft, so als ob sich Teilchen in der Luft entladen.

Das große Objekt im Himmel und die Kugel pulsierten im Gleichtakt, so als ob die Kugel von dem Objekt gelenkt würd.

Alle standen da in Erwartung darauf was wohl geschehen würde. Nur Israfel war sehr sicher dass alles so richtig sei.

Eine Stimme ertönte in unserer Sprache in einer sehr angenehme Tonlage.

Ihr, dass Volk der Apiru, fürchtet euch nicht sondern hört was wir euch sagen wollen. Wir sind nicht gekommen um euch zu ängstigen, sondern wir sind gekommen, weil ihr auserwählt seid.

So sammelt euch und höret uns zu.

Fünf Gestalten traten aus dem Licht hervor. Alle fünf trugen lange, silberne Kutten welches im Grellen Licht aus sahen als ob diese leuchteten.

Große  Kapuzen waren bis übers Gesicht gezogen so dass niemand deren Aussehen erkennen konnte.

Der rechte dieser Gestallten trat einige Schritte hervor, faste mit beiden Hände an den Rand seiner Kapuze und schlug diese nach hinten so dass man sein Gesicht erkennen konnte.

Es war eine große, mächtige Gestalt, einen Kopf größer als der größte von uns.

Er hatte schulterlange braune Haare welche er mit einem Stirnband trug und seine Augen hatten ein auffallendes grau.

„ Ich bin Mika el vom Volk der Bahreerer. Ich bin ein Bote der Schöpfung und ein Schüler des Jahwe. Ich bin ein Hüter der Schöpfung und ein Bote der Worte. Ich bin wie die Schöpfung weil ich geschaffen wurde von der Schöpfung, aber die Schöpfung ist nicht vorstellbar in ihrer Größe und Macht“

Die zweite Gestalt trat hervor und stellte sich neben Mika el. Auch er schlug seine Kapuze zurück und sein Angesicht gleich dem des Ersten. Er war nicht ganz so mächtig in seiner Gestalt aber noch größer als jeder von uns. Seine Haare waren einiges heller, seine Augen blauer und die Haare zu vielen kleinen Zöpfen geflochten.

„ Ich bin Gabriel vom Volk der Bahreerer. Ich bin ein Bote der Schöpfung und ein Schüler des Jahwe. Die Schöpfung ist meine Kraft und ich begleite alle auf ihren Weg zur Schöpfung“

Der dritte trat hervor und stellte sich neben den anderen. Seine Gestallt war nicht so mächtig wie die von Mika el oder  Gabriel. Er war kleiner, so wie wir, und schlang. Auch er schlug seine Kapuze zurück und alle sahen sein Angesicht. Er war anders als die ersten beiden. Sein Haar war länger und reichte weit an den Schultern vorbei. Es war sehr hell, beinahe weiß.  Seine Haut war auch sehr blas. Seine Augen hatten ein sehr helles blau und schienen beinahe zu leuchten.

„ Ich bin Raphael vom Volk der Raffelen. Auch ich bin ein Bote der Schöpfung und ein Schüler des Jahwe. Ich bin ein Heiler des Körpers und der Seelen für alle die folgen wollen“

Dann traten die vierte und die fünfte Gestallt nach vorn. Aber diese beiden schlugen ihre Kapuzen nicht zurück. Beide hatten etwas besonderes, eine besondere Ausstrahlung und etwas Geheimnisvolles. So viel und lange wir uns auch bemühten, wir konnten nichts von ihren Gesichtern erkennen hatten aber das Gefühl als ob diese in unseren Köpfen waren.

„ Ich bin Ehje Ascher, euer Jahwe und dies ist meine Frau Aschera. Wir sind Geschöpfe der Schöpfung. Unser Sinn und Sein ist die Lehre zum rechten Weg und die Erhaltung der Reinheit und Wahrheit. Ich bin ein Bote der Schöpfung und der Lehrer. Ich bin das Eine und das Alles, die Gewalt und die Macht, der Hüter der Tore und das Geben und Nehmen. Ich belohne und bestrafe in Güte und Gerechtigkeit. Ich bin das Wort der Schöpfung und die Verkörperung des kleinsten und des größten. Wir sind die ohne Volk und direkt aus der Schöpfung geboren. Wir sind die Erschaffer und Ahnen eurer Ureltern“

Die Beiden traten noch weiter nach vorn und richteten ihre Handflächen in Richtung der unseren.

Dann sagte der Jahwe, lasset uns setzen und zusammen speisen und trinken. Lasset euch erzählen von der Schöpfung und des großen Planes.

Nach einiger Zeit rief er den jungen Israfel zu sich und sagte, Du mit Namen Israfel, du bist der Erste deines Volkes welcher unser Licht betrat. Daher soll dein Name nun ab Uriel sein. Du und 1443 deines Volkes sollen uns auf unserem Weg begleiten und 1444 der unseren werden bei euch verbleiben und euch lehren.

Euer Volk mit Namen Apiru soll ab nun an bis zum Ende aller Zeit, wie die Bahreerer, den Raffelen und den anderen drei Völkern zu unserer Gemeinschaft gehören, den Kindern der Schöpfung, den Ganeh Briasis.

So seid ihr sechs wie ein Volk. Die Lehrer und die Hüter, aber auch die Vollstrecker der Urteile.

Und so war es getan. Die 1444 gebliebenen teilten sich in 12 Gruppen und siedelten auf Ethrog so, dass jeder sie erreichen konnte.

Und so ist es bis heute und bis zum Ende allem. Was für uns vor vielen tausenden von Jahren begann, war für Andere schon lange so.